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Technikbegeisterung wecken – Leistungsträger fördern

Veröffentlicht am 29.09.2020

Erlenbachschule in Elz bietet Schwerpunkt Technik und Naturwissenschaft für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler

„Berufsorientierung ist ein wichtiger Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an Mittelstufenschulen. Dessen gesellschaftliche bzw. volkswirtschaftliche Bedeutung ist in einem tendenziell stärker werdenden technik- und handwerkfremden Umfeld nicht hoch genug einzuschätzen“ sagt Sven Baldus, Koordinator der Berufsorientierung an der Erlenbachschule. Lehrkräfte und Betriebe haben festgestellt, dass gerade jüngere Schülerinnen und Schüler begeistert von Technik und Naturwissenschaften sind, diese Aufgeschlossenheit aber - auch aufgrund ungenügend begeisternder Angebote - mit zunehmendem Alter nachlässt und nicht selten sogar in Desinteresse umschlägt.

Dieser Entwicklung wirkt die Erlenbachschule bereits seit geraumer Zeit entgegen. Mit entsprechenden Konzepten für den Regelunterricht wie auch in Arbeitsgemeinschaften wird die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften geweckt und nachhaltig gefördert. Eckpfeiler dabei sind ansprechende Mittel für Versuche und Visualisierung. Eines dieser Mittel sind „Techniktürme“, auf die die Schule dank ihrer Kooperationspartner, der Bauunternehmung Albert Weil AG und der Moba Gruppe Limburg, seit dem Sommer 2020 zurückgreifen kann.

Beide Unternehmen sind langjährige Förderer technisch interessierter Jugendlicher. Die mittelständischen Betriebe sind der Erlenbachschule seit Jahren verbunden und bieten deren Schülerinnen und Schülern vielfältige Praktikums- und Ausbildungsplätze sowie Unterstützung bei weiteren Angeboten zur Berufsorientierung.

„Das Konzept der Techniktürme hat uns sofort überzeugt. Junge Menschen an Technik bzw. das Handwerk heranzuführen ist von ungemeiner Bedeutung – insbesondere in Hinblick auf den andauernden Fachkräftemangel. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, auf den Stellenwert und die vielen, positiven Aspekte des Handwerks aufmerksam zu machen. Daher haben wir uns sehr über die Idee der Erlenbachschule gefreut, unterstützen die Initiative sehr gerne und hoffen, dass wir so einige Schülerinnen und Schüler für Technik begeistern können“, sagt Klaus Rohletter, Vorstandsvorsitzender der Albert Weil AG, die die Finanzierung eines kompletten Turms übernommen hat.

Als hochwertig konzeptionierte mobile Versuchsanlagen ermöglichen die Techniktürme - eingebettet in ein fachspezifisches Gesamtkonzept - vielfältigste technisch-naturwissenschaftliche Experimente für die Klassenstufen 3 bis 6. In den mobilen Materialwagen finden sich Experimentierkästen für Elektronik und Strom, Physik, Chemie, Natur und weiteren Themen mit allen benötigten Anleitungen und Materialien. Schüler können hier mit eigenen Ideen und Händen Versuchsreihen aufbauen, Materialen und Prozesse testen und so wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse nicht zuletzt auch für den Alltag sammeln.

Technik- und naturwissenschaftliche Angebote im Ganztag

Mit ebenso ideenreichen wie wertvollen pädagogischen Angeboten wie Schüler kochen für Schüler, einer in Eigenregie von Schülerinnen und Schülern realisierten Mittagsversorgung, oder dem eigenen Bio-Schulgarten hat die Erlenbachschule bereits seit mehreren Jahren sehr positive Erfahrungen mit der praktischen und praxisnahen Anwendung von Unterrichtswissen sammeln können. Mit den Techniktürmen als Bestandteil eines neuen Technik- und naturwissenschaftlichen Angebots in der Ganztagsschule werden diese Bemühungen fortgesetzt. Ziel ist es, über handlungsorientierte Zusatzangebote den Spaß am Forschen und Probieren zu wecken und somit auch Schule als interessanten Ort zum Ausleben von Neugier und individuellen Neigungen unter Gleichgesinnten interessanter zu machen. Gerade leistungsstarke Kinder sollen so besonders gefördert werden.

Die an den Techniktürmen durchführbaren Experimente wie auch die sonstigen Elemente des schrittweise erweiterten Ganztagsangebots fördern aber nicht nur das selbstständige Forschen. Sie sind auch auf ganzheitliches Lernen in Gruppen von zwei bis vier Kindern ausgerichtet und leisten somit einen Beitrag zum ungezwungenen sozialen Agieren. Denn so schön es ist, individuelle Ziele zu erreichen, die meisten Schüler genießen das Lernen in der Gruppe und schätzen die hier erlangten Fertigkeiten sehr. Die gemeinsamen Erfahrungen im Erfolg wie auch im Misserfolg sind nicht nur für den Lernfortschritt enorm wichtig, sondern erweisen sich auch als positiver Nährboden in der Festigung der individuellen Persönlichkeit von Schülerinnen und Schülern.

Elektrospiele, Brückenbau etc. - praktische Anwendungsfelder der Techniktürme

Konkrete Beispiele illustrieren kurz, wie die Einbindung der neuen Techniktürme in das naturwissenschaftliche Zusatzangebot der Erlenbachschule erfolgt. So lautet die Aufgabe an zwei Teams, jeweils ein Elektrospiel zu entwickeln und mit der anderen Gruppe zu spielen. Zunächst müssen sich die Schülerinnen und Schüler das Spiel samt Grundregeln ausdenken, wobei sie die im Technikturm verfügbaren Werkzeuge und Materialien wie Stromkabel, Lampen, Batterien etc. im Blick behalten müssen. Anschließend geht es in das gemeinsame Bauen und Testen, um letztlich mit dem jeweils anderen Team das Spiel zu spielen, dabei aus konzeptionellen wie technischen Fehlern zu lernen und das Spiel weiter zu verbessern.

Die Physikbaukästen der Techniktürme ergänzen die an der Schule vorhandenen naturwissenschaftlichen Lehrmittel und ermöglichen einleuchtende Experimente, die sich mit etwas Fantasie auch sehr alltagsnah gestalten lassen. So lernen Schülerinnen und Schüler in einem halb-spaßigen Einstiegselement zunächst einmal wichtige Fachwörter im Maurer-Jargon kennen. Dieser Einstieg wird zugleich mit einer praktischen Lehrstunde zu den unterschiedlichen Mauer-Verbünden verbunden. Im Rahmen einer kleinen Stadtbegehung werden die unterschiedlichen Muster erkannt und benannt. Wieder zurück in der Schule werden auf Basis der Materialien in den Technik-Türmen ausgewählte Mauerverbünde nachgebaut. Ähnlich verhält es sich bei der Erkundung von Brückenbauten. Zuerst werden

unterschiedliche Basiskonstruktionen für Brücken vorgestellt. Danach gilt es, im Team selbst eine Brücke zu entwerfen, wobei ein Abstand zwischen zwei Tischen zu überbauen ist. Die Schülerinnen und Schüler sind dabei frei in der Wahl der Brückenkonstruktion wie auch der Baumaterialien.

Neigungen bedienen und Optionen schaffen - Weichen für das Arbeitsleben stellen

„Es ist wirklich schwer, bei den durch die Technik-Türme gebotenen Möglichkeiten nicht ins Staunen zukommen und den diversen Experimenten und ihren Ergebnissen auf den Grund gehen zu wollen“, gesteht Diana Zadrus, Konrektorin und Fachleiterin Sachunterricht ihre Begeisterung. Ihrer Meinung nach, sind die Techniktürme bestens geeignet, um die Kreativität und den technischen Ideenreichtum von Kindern zu wecken und zu erhalten. Und Rebekka Neuser, Fachleiterin Naturwissenschaften ergänzt: „Jeder Mensch hat ein kreatives Potenzial. Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern dabei helfen, ihre Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen und auch weiter zu leben, damit sie spätestens bei der Frage Ausbildung oder weiterführende Schule kompetent selbst entscheiden können.“

Für die Fachlehrer wie auch die Schulleitung ist es im Sinne der individuellen Förderung wichtig, diese Option der Selbstfindung zu bieten, denn „nur wer an Naturwissenschaften und Technik herangeführt wird, kann sich dafür auch entscheiden. Das Potenzial ist oft gegeben, es muss nur geweckt werden“, resümiert Sven Baldus.

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