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Schulportal 

Hier findet ihr RuMbs und den Vertretungsplan (Hinweis: es gilt in erster Linie der in der Schule angezeigte Vertretungsplan).

 

SKS (Schüler kochen für Schüler)

Hier findet ihr den aktuellen Speiseplan.

Aktuelle Termine:

13.12.2018

Winterkonzert

18.12.2018

Schnuppernachmittag

21.12.2018

Letzter Schultag vor den Weihnachtsferien (1.-3. Std. Klassenlehrerunterricht)

28.01.2019

Pädagogischer Tag (für alle Schüler schulfrei)

 

Terminübersicht: 

1. Schulhalbjahr 2018/19

2.Schulhalbjahr 2018/19

 

Termine Berufsberatung: 

07.12.2018

19.12.2018

23.01.2018

 

Termine Gottesdienst:

 

Lernzeiten in einem rhythmisierten Schultag

Fokusierung auf individuelles und selbstständiges Lernen

Seit dem Schuljahr 2013/2014 ist die Erlenbachschule Ganztagsschule im Profil 1. Seit dem Schuljahr 2016/2017 streben wir einen Wechsel in Profil 2 an, um den unterschiedlichen Kompetenzen, den individuellen Lernvoraussetzungen gerecht zu werden und somit die SchülerInnen noch besser fördern, fordern und betreuen zu können.

Mit dem Wechsel in das Profil 1 führten wir nachmittags neben Arbeitsgemeinschaften (AG) auch die Hausaufgabenhilfe ein. Diese wurde im Verlauf häufiger frequentiert, da immer mehr Kinder mit ihren Hausaufgaben zu Hause überfordert sind. In Eltern- und Kindgesprächen wurde darüber hinaus zunehmend deutlich, dass auch die häusliche Hausaufgabensituation keineswegs konfliktfrei verläuft und aus den unterschiedlichsten Gründen auch differenzierte Hausaufgaben oft nicht ohne Unterstützung durch Eltern erledigt werden. Viele Kinder beklagen auch, dass Eltern Dinge einfordern, die so nicht in der Grundschule thematisiert und verlangt wurden.

Untersuchungen einer Jako-o Bildungsstudie ergaben, dass  77% aller Eltern gezielt vor Klassenarbeiten helfen, 63% mit ihren Kindern Lerninhalte erarbeiten und nur weniger als 10% der Kinder in Grundschulen ihre Hausaufgaben ohne Hilfe der Eltern erledigen (vgl. 2. Jako-o-Bildungsstudie 2009, S. 213-229). Eltern fungieren demnach immer mehr als Hilfslehrer, was das Lernen erschweren und zu krankmachendem Stress bei Kindern führen kann.

Im Schuljahr 2016/2017 boten wir erstmalig eine Lernzeit in unserer Grundschule an. War diese zunächst nur für wenige Kinder möglich, reifte aus den positiven Erkenntnissen dieser Lernzeit schnell der Gedanke, dies für alle und täglich anbieten zu wollen. Kinder gingen fröhlich aus dem Schulvormittag, wenn sie wussten, dass die Hausaufgaben bereits erledigt waren und nun Zeit für AGs in der Schule, für Hobbies, Freizeit und Spiel war. Auch von Eltern erhielten wir positives Feedback.

Hinzu kam, dass mit dem Ausbau des Ganztagsangebotes Kinder an unterschiedlichen Tagen an AGs teilnehmen und nach einem langen Schultag Hausaufgaben von Kindern nicht mehr gefordert werden sollte, diese für den nächsten Schultag zu erledigen (vgl. VOGSV § 35 (4)). Auch die Hattie-Studie zeigte bereits 2008, dass Hausaufgaben in der Grundschule beinahe ohne Effekte sind, hingegen kurze, regelmäßige Aufgaben, die dem Üben und Wiederholen dienen und die von der Lehrperson genau kontrolliert werden, wesentlich wirksamer sind. Es wurde schnell klar, dass eine Lösung für das Thema „Hausaufgaben“ gefunden werden wollte. In vielen Recherchen und Überlegungen, sowie den positiven Erfahrungen aus dem Förder- und Forderunterricht, entstand der Gedanke, einen Großteil der Hausaufgaben in den Vormittag zu integrieren und zwar direkt hinter einen offenen Anfang zu einem Zeitpunkt, der es Kindern ermöglicht, konzentriert und frisch an individuell fördernden und fordernden Aufgaben zu arbeiten. Dies alleine war uns aber auch  nicht weitreichend genug und so entstand in vielen Beratungen, Überlegungen und Köpfen der Wunsch nach einer veränderten Rhythmisierung (siehe dazu auch das Konzept der Rhythmisierung).

In unserem Konzept des rhythmisierten Schultages wechseln Phasen der An- und Entspannung ab und prägen den Tagesverlauf auf besondere Weise. Wir starten mit einem offenen Angebot von 7:40 Uhr bis 8:00 Uhr in den Schultag. Die Kinder treffen innerhalb dieses Zeitrahmens in der Schule ein. Der offene Anfang ist für uns ein wichtiges Element des Schulalltages, da er diesen nicht nur zeitlich gleitend, sondern auch kindgerecht, spielerisch und vor allen Dingen entspannt beginnen lässt. Die Kinder beginnen damit ausgeglichener und somit auch lern- und aufnahmebereiter den Tag.

Im Anschluss an den offenen Anfang bieten wir täglich unsere individuelle Lernzeit an. Sie umfasst einen zeitlichen Rahmen von 30 Minuten, findet innerhalb des Klassenverbandes und somit auch im Klassenraum der Kinder statt. Begleitet, gefördert und unterstützt wird ihr selbstständiges Arbeiten in der Regel von Lehrkräften des Jahrgangsteams. Das Konzept des eigenverantwortlichen Lernens (siehe dazu auch unser Methodenkonzept), welches als durchgängiges Prinzip bereits Einzug in den  Klassen gehalten hat, wird auch in der Lernzeit fortgeführt. Die Lernzeit ersetzt einen Großteil der Hausaufgaben.

Neben der Förderung des selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernens ist es für uns wichtig, den Eltern transparent das Arbeiten der Kinder und somit auch die Lerninhalte des Unterrichts darzulegen. Wir haben uns dafür entschieden, dies in Form eines individuellen Lernbegleitheftes zu tun.

Das neue Lernbegleitheft ersetzt das „Dingsheft“ der Vorjahre, da wir keine täglichen Hausaufgaben mehr notieren. Dem allgemeinen Teil, der wichtige Daten der Schule, Schulvereinbarungen, Hinweise zur Notengebung und einheitlichen Farben der Unterrichtsfächer, sowie Schul- und Klassenregeln und den Stundeplan enthält, folgt ein Fokus auf die Stärken der Kinder und der wöchentlich sich wiederholende Teil aus Wochenziel und Evaluation, dem Lernzeitplan und der Wochenreflexion.

Die Aufgaben der individuellen Lernzeit werden in einem Wochenplan für die Kinder vorbereitet und in einem Lernbegleitheft dokumentiert. Die Ausgestaltung des Wochenplanes erfolgt durch die unterrichtenden Lehrkräfte, federführend durch die Klassenlehrkraft. Zu Beginn der Woche lernen die Kinder den neuen individuellen Plan kennen und setzen sich selbst ein Wochenziel, dessen Einhaltung sie täglich dokumentieren. In begründeten Einzelfällen und Ausnahmen kann der Wochenplan zunächst nur einen Tag enthalten und im Verlauf ergänzt werden.

Nach dem Lesen und Verstehen des Planes, setzen die SchülerInnen sich selbst (wenn nötig auch mit Hilfestellung durch die Lehrkraft) ihr individuelles Wochenziel. Wenn Nachfragen nötig sind, geschieht dies erst, wenn sich jedes Kind mit dem Plan auseinander gesetzt hat.

Während der Woche verbleibt das Lernbegleitheft in der Schule.  Bearbeitete Aufgaben werden nach Fertigstellung zunächst durch die Kinder und möglichst selbstständig kontrolliert (Erlernen von Selbstkontrolltechniken). Danach erfolgt die Abgabe der bearbeiteten und selbst kontrollierten Aufgaben über ein klasseninternes Abgabesystem (Ablagekörbchen,…).

Sobald die Korrektur durch die Lehrkraft (in der Regel außerhalb der Lernzeit) erfolgte, erhält das Kind die Aufgabe zurück. Sofern Verbesserungen notwendig werden, wird dies im Lernbegleitheft vermerkt. Nach der Kontrolle kann das Arbeitsergebnis mit nach Hause genommen werden. So können Eltern transparent erkennen, was das Kind (täglich) in der Schule geleistet hat. Gerne können die Schülerinnen und Schüler aber die Verbesserung  der kontrollierten Aufgabe auch zu Hause vorgenommen werden. Stets sollte dabei aber das selbstständige Arbeiten des Kindes im Vordergrund stehen.

Am Ende einer Woche erhalten die SchülerInnen ihr Lernbegleitheft mit nach Hause, in dem eine Rückmeldung seitens der Lehrkraft vermerkt wurde. So können Eltern die aktuellen Lerninhalte nachvollziehen, erkennen wie das Kind gearbeitet hat und worauf es sich im Rahmen des gesetzten Wochenzieles fokussiert hat. Hier gibt es auch eine Rückmeldung darüber, was ggf. zu Hause verstärkt geübt werden muss. Dabei fokussieren wir uns auf Aufgaben, die über einen längeren Zeitraum (mindestens eine Woche) in zeitlich verträglichem Rahmen verfolgt werden können. Wir möchten nicht erreichen, dass die Kinder zusätzlich zur Lernzeit in der Schule und der möglichst täglich zu Hause stattfindenden 10 bis 15-minütigen Übungsphase weiter schulisch belastet werden. Der Schultag soll – mit Ausnahme der häuslichen Übungsphase – möglichst abgeschlossen sein, wenn ein Kind nach einem (langen) Schultag nach Hause kommt.

Die häusliche Übungsphase wird in einem „Lernpass“, den die Kinder durch ihre Klassenlehrerinnen erhalten, dokumentiert.

Wir möchten zusätzlich erreichen, dass in allen Familien eine tägliche Lesezeit eingeführt wird. Hier soll neben dem Vorlesen der Kinder auch das Vorlesen durch die Eltern stärker fokussiert werden. Auch das Spielen von Gesellschaftsspielen darf gerne verstärkt stattfinden, da Kinder sich während des Spielens wichtige Fähigkeiten, wie beispielsweise Regelverständnis, Frustrationstoleranz, Impulskontrolle, Handlungsplanung und soziale Kompetenzen aneignen. Der Vollständigkeit halber möchten wir auch auf die Wichtigkeit von Basteln hinweisen. Basteln fördert und fordert die Kinder, kreative Ideen zu entwickeln, sich diese vorzustellen und umzusetzen. Je nach Alter beschäftigen sich die Kinder über einen längeren Zeitraum mit einer Sache, sodass neben der Konzentration auch die Ausdauer, das Durchhaltevermögen und die Frustrationstoleranz trainiert werden. Durch den Umgang mit unterschiedlichen Materialien und das handwerkliche Tun, wird die Feinmotorik und die Koordinationsfähigkeit der Finger trainiert, was sich wiederum positiv auf die Schreibmotorik auswirkt.

Auf jeder Rückmelde-Seite ist vorgesehen, dass die Kinder UND Eltern nach dem häuslichen Gespräch über die Schulwoche, die Rückmeldung der Lehrkraft unterzeichnen. Gerne können Eltern der Lehrkraft im  dafür vorgesehenen Feld eine Rückmeldung geben.

Wann und wie die Lehrkraft die Aufgaben der Kinder kontrolliert kann sehr unterschiedlich sein. Wichtig ist es, dass die Kinder im individuellen Arbeiten auch das selbstständige Kontrollieren und Fehler finden erlernen. Dabei benötigen unsere SchülerInnen unterschiedliche Vorgehensweisen und Techniken, die die Lehrkraft ebenso individuell anwenden wird. Fehler werden stets zeitnah und möglichst selbstständig verbessert.

Besondere Vorkommnisse innerhalb der Lernzeit und/oder des Unterrichtes werden im Lernbegleitheft mit Datum und Unterschrift festgehalten und am Ende der Woche durch die Eltern gegengezeichnet.

Zusätzlich bieten wir Eltern und Kindern halbjährlich ein Lernentwicklungsgespräch an.